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Eine mitreißende Familiensaga

Bella Ciao fabriziert nicht nur einen anhaltenden Ohrwurm, wenn man beginnt es zu lesen, sondern es reißt den Leser auch mit. Das klingt immer gleichzeitig abgedroschen und doch so wahr. Denn hier geht es in unprätentiöser Art um die Geschichte von zwei Freundinnen, die sich nach dem Verrat der einen zerstreiten. Giulia verlässt daraufhin ihre Heimatstadt in Italien und reist nach New York, um dort ein neues Leben zu beginnen. 

 

So weit so gut, denkt man sich nun und kann den besonderen Zauber an dieser Geschichte noch nicht erkennen. Spannend wird es aber, wenn man die Geschichte der beiden Freundinnen weiterverfolgt. Auf realistische Art und Weise die Wirren und Schrecken von Partisanenkämpfen, den Weltkriegen und vielen anderen Schicksalsschlägen erzählt bekommt. Letztlich kehrt Giulia in ihre Heimatstadt zurück und lernt dort einiges über die vergangene Zeit und sich selbst.

 

Dieser Roman begeistert durch eine ehrliche, unverkitschte Erzählweise und überzeugend konzipierte Figuren, deren Beweggründe man meistens sehr gut nachvollziehen kann. So werden Figuren lebendig durch Beschreibungen, wie: "Sie hat ein nachdenkliches Wesen, einen durchdringenden Blick, der bei den Einzelheiten innehält und Dinge sieht, die die anderen nicht sehen: Nuancen, Alternativen, Auswege." (S. 22) 

 

Von uns eine große Empfehlung für alle, die Familiengeschichten lieben und die Figuren gerne länger begleiten.

 

*Kiara

 

Zum Buch: Bella Ciao

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