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Schauerroman trifft emanzipierte Protagonistin

Es gibt diese besonderen Bücher, bei denen es buchstäblich Liebe auf den ersten Blick ist. Man verliebt sich in einen wunderschönen Bucheinband und wird wenig später von der Geschichte mitgerissen. Das Geheimnis von Shadowbrook ist eines jener bildreichen Bücher. Es erzählt die Geschichte einer eigenwilligen und mutigen jungen Frau in einer Gesellschaft, die in verstaubten Rollenbildern und Vorurteilen zu versinken droht.

 

Clara Waterfield leidet an der Glasknochenkrankheit und verbringt ihre Kindheit, abgeschottet von der Außenwelt, in einem Zuhause, das jeden Schmerz von ihr fernhalten soll. Als ihre Mutter eines Tages stirbt, geht sie hinaus in die Welt und findet ihr Glück als Botanikerin zwischen Zitrusbäumen, Palmen und Sukkulenten.

 

Sie bekommt den Auftrag, ein Tropenhaus auf einem alten Landsitz in Gloucestershire zu bepflanzen. Auf Shadowbrook angekommen könnte der Kontrast zwischen den herrlich blühenden und lebendigen englischen Gärten und dem seltsam unbelebt wirkenden Haus nicht größer sein. Der Hausherr ist ständig auf Reisen und so knüpft Clara zunächst nur Kontakt zu den beiden Dienstmädchen und der Haushälterin, die merkwürdig verängstigt erscheinen. Als es schließlich anfängt, nachts im Haus zu spuken, ist Claras Neugierde geweckt.

 

Der Roman beeindruckt nicht nur mit seiner unerschrockenen und sympathischen Heldin, sondern vor allem auch durch eine lebhafte Sprache, die es schafft, die besondere Atmosphäre des geheimnisvollen Landsitzes für den Leser greifbar zu machen. 

 

Eine wunderbare Buchempfehlung für alle, die sich gerne auf englische Landsitze träumen und taffe Frauen mögen.  

 

*Meike

 

Zum Buch: Das Geheimnis von Shadowbrook

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